Auftakt-Workshop zum LIFETRACK-Projekt

Am 8./9. Februar fand am LIfBi der Auftakt-Workshop zum LIFETRACK-Projekt statt.

Am 8. und 9. Februar fand in Bamberg am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) der Auftaktworkshop des internationalen Forschungsprojekts „Life-Course Dynamics of Educational Tracking (LIFETRACK)“ statt. Das Projekt wird von 2018 bis 2020 laufen und untersuchen, wie sich verschieden Arten der Organisation von Bildungssystemen in der Sekundarstufe auf die langfristige Herausbildung sozialer Ungleichheit auswirken. Dabei stehen insbesondere die unterschiedlichen Ansätze zur getrennten Beschulung von Schülerinnen und Schülern im Blickpunkt. Damit schließt das Projekt an neueste Forschungsarbeiten an, die gezeigt haben, dass nicht nur in gegliederten Schulsystemen, sondern auch in Schulsystemen mit formal längerer gemeinsamer Beschulung eine Separierung von Schülerinnen und Schülern stattfindet, die stark mit deren sozialer Herkunft zusammenhängt. Hier setzt das LIFETRACK-Projekt an und untersucht erstens, welche langfristigen Konsequenzen diese Prozesse für die soziale Ungleichheit in späteren Karrierephasen haben und zweitens, auf welche Art und Weise die Sortierung von Schülerinnen und Schülern die weiteren Bildungs- und Karriereverläufe jeweils beeinflusst. Damit sollen neue Erkenntnisse dazu gewonnen werden, wie die Gestaltung von Bildungsinstitutionen die Entstehung sozialer Ungleichheiten befördert oder eindämmt. Mit dem Projekt werden diese Fragen erstmals systematisch anhand eng abgestimmter ländervergleichender Analysen auf Basis nationaler Längsschnittdaten zu Bildungs- und Erwerbsverläufen untersucht. Analysiert werden die Bildungssysteme von sechs Ländern, die über vergleichbare Längsschnittdaten verfügen: Dänemark, Deutschland, England, Finnland, Frankreich und Italien. An dem Projekt sind 16 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht europäischen Universitäten oder Forschungseinrichtungen beteiligt. Hierzu zählen die Universität Bamberg und das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (Deutschland), die Universitäten Kopenhagen und Aarhus (Dänemark), Sciences Po Paris (Frankreich), die Universität Turku (Finnland), die Universität Durham (Großbritannien) und die Universität Trento (Italien). Das Projekt wird von Prof. Dr. Steffen Schindler von der Universität Bamberg geleitet. Es ist eines von 13 Projekten, die im Rahmen der Ausschreibung „Dynamics of Inequality during the Life Course (DIAL)“ von NORFACE gefördert werden.

Kontakt:

Prof. Dr. Steffen Schindler

E-Mail: lifetrack(at)uni-bamberg.de

Twitter: @lifetrack_dial